Reisebericht aus dem Allgäu/Bodensee (Teil 8) von Klaus-Wigand

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Reisebericht aus dem Allgäu/Bodensee (Teil 8) von Klaus-Wigand

Beitrag  bmw-kw am Mi 08 Jun 2011, 20:30

Hallo Bikerfreunde vom Mf-Grube,
wie versprochen folgt jetzt mein 8.ter Reisebericht aus dem Allgäu.

Samstag, 04.06.2011
Für heute war nichts vorbereitet worden, denn wir wollten spontan und ohne festes Ziel in die Berge nach Österreich. Die Wettervorhersage lautete nämlich 24 ° und am Nachmittag vereinzelnd Gewitter mit etwas Niederschlag. Das Wetter wurde herrlichstes Bikerwetter und wir genossen den Tag. Die Tour führte von Isny über
Stiefenhofen – Oberstaufen – über die Grenze nach Sulzberg Bikertreffpkt.) – Egg – Au – Faschinajoch – Fontanella –
Furkajoch – Rankweil – Dornbirn – Wolfurt – Eichenberg
(mittlerweile unser Hausberg – wenn auch 35 km entfernt)-
Scheidegg – Isny.
Die Strecke war auch ohne vorherige Ausarbeitung toll, wir hatten viel Spaß und konnten viele Eindrücke sammeln. Auf dieser Strecke hat mich vieles an die Dolomiten erinnert und ich fühlte mich schon so, als wäre es „September“. Von dem Ort Au fuhren wir zuerst nach Fontanella und ab jetzt wurde es kühler, den jetzt bewegten wir uns nur noch oberhalb von 1500 m. Nach diesem kleinen Schlenker ging es zum Faschinajoch und weiter zum Furkapass bzw. Furkajoch. Neben Kurvenkratzen und Serpentinen Fahren trafen wir auf einmal am Furkajoch auf eine Straßensperrung. Während der zehnminütigen Sperrzeit kamen uns, im Konvoi mit Sicherungsfahrzeugen, ungefähr 20 Rennwagen der „DTM“ in der offenen Kategorie entgegen. Ferrari, BMW, Porsche, VW, Fiat und natürlich Subaru nahmen teil. Als die Fahrzeuge uns passiert hatten, durften wir die Rennstrecke abfahren. Was ich jetzt zu Gesicht bekam, hatte ich noch nie auf so einem kleinen Streckenabschnitt gesehen. Bremsspuren satt, und sie führten in die Felswand, von der Straße ab oder einfach nur ins Geröll und Gras. Es muss hier Schrott in Hülle und Fülle gegeben haben. Oben auf dem Furkajoch angekommen und auf der gesamten Strecke gab es einige Zuschauer. Neben den vielen Bikern, die oben warten mussten, erfuhren wir hier, dass eine Bergwertung gefahren wurde und zwar mit 3 Durchläufen. Die Straße wurde wieder gesperrt und wir konnten einen
Lauf live miterleben. Da die Zeitnahme nur auf einer Distanz von 1,5 km stattfand, konnten wir von oben alles gut verfolgen und der Sound hallte in den Bergen. Auslauf und zgl. Wendepkt. war oben bei uns auf den Furkajoch. Klasse Sound und schöne Fahrzeuge.
Im Anschluß ging es am Berghang durch ein fast 10 Kilometer langes Tal nach Rankweil.
Die Weiterfahrt führte nach Dornbirn, Bregenz, am Bodenseeufer entlang zu unserer Hausstrecke, dem Eichenberg. Diesmal hatte mein Mitfahrer die Videokamera auf der Maschine und ich wurde von hinten gefilmt. Nach 20 Minuten waren die Bilder im Kasten
und es macht Spaß sich selbst auf dem Video von hinten zu sehen. Nach dieser Hatz gab es Käffchen in Scheidegg, und nachdem in den Bergen Wolken aufzogen, haben wir lieber den Heimweg angetreten. Wie immer blieb der Regen in den Bergen und wir hörten nur ein Grummeln. So ging auch dieser Tag bei sommerlichen 24° zu Ende und wir hatten am Ende
226 km mehr in unserer Sammlung. Ich habe jetzt die 3000 km überschritten und denke, dass ich die 5000 km Marke wohl knacken werde ohne Hin- und Rückfahrt.
Ach ja, wir sind immer noch un- und umfallfrei.







Sonntag, 05.06.2011
An diesem Sonntag sind wir gegen 09:00 Uhr aufgebrochen; denn unser Ziel war nicht weit weg. Nach 27 km kamen wir auf dem Oldtimermarkt in Seltmans an, was auch so geplant war. Aus vielen Benzingesprächen erfuhren wir, dass hier im Allgäu alles sehr früh beginnt,
und die Oldies am frühen Nachmittag wieder die Heimreise antreten. Wir wurden für unser frühes Ankommen belohnt. Stände und der dazugehörige Flohmarkt (von Einheimischen) waren aufgebaut, und ungefähr 20 Fahrzeuge aller Kategorien waren da. Dann ging es Schlag auf Schlag, und das ist das Besondere an diesen Märkten, die Fahrzeuge kamen auf eigenen Rädern und verbreiteten dadurch eine unheimliche Atmosphäre. Der Sound ging in die Ohren, und man konnte die Fahrzeuge beim Rangieren und Hinundherfahren beobachten. Bis zum Mittag war der Platz rappel voll und es gab nur einen neuen Stellplatz weil einige wieder aufbrachen. So war ein ständiger Wechsel gewährleistet und es gab immer wieder etwas Neues zu entdecken. Vom Rolls Roy’s bis zur Quickly und vom LKW bis zum Mustang oder Goggo war alles vertreten. Motorräder aller Kategorien und jeden Alters. Nach gut 3 Stunden
Schwitzen und anschl. Kaffee und Kuchen ging es gegen 13:30 Uhr weiter. Wir fuhren eine große Abkühlungsrunde und trafen gegen 15:00 Uhr in Bühl am Alpsee ein. Herrliches Wasser, badende Menschen und eine sehr schöne Uferpromenade. Auch dieser See kann mit dem Motorrad gut umrundet werden. Wir schleckten ein Eis und probierten einige Hütte aus und fuhren dann nach einer geplanten und ausgearbeiteten Route Richtung Isny.
Diese Strecke war wunderschön, denn unsere ausgesuchten Wege waren asphaltiert aber sehr
Eng. So fuhren wir über Höfe und durch Wiesen und Felder immer Berg auf und ab. Die jetzt
Aufziehenden Regenwolken sollten uns nichts mehr anhaben, denn Richtung Heimat schien die Sonne. Wir kamen trocken und die Bilanz war 181 km.

























Das war die fünfte Woche (es folgt aus Bikersicht leider nur noch eine) mit Impressionen aus dem Allgäu.
Mein Spruch lautet weiterhin:
Ob es Euch gefallen hat oder auch nicht, ich berichte weiter.

Mit freundlichem Bikergruß

BMW-KW

PS: Am 06.06. brachten wir die GS in die Schrauberwerkstatt (von Anton Ücker); denn
ich hatte hier mehr gefahren als ich eigentlich geplant hatte. So bekommt sie hier Ihren
neuen Tüv und die 40.000 er Inspektion. Zu Pfingsten habe ich sie wieder und weiter
geht die Fahrt.

bmw-kw

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